Maßnahmen gegen die länderübergreifende Unterdrückung von Menschenrechtsverteidiger:innen
Das EU-Parlament hat einem Initiativbericht zugestimmt, der die Erleichterung, Ausweitung und Stärkung des Schutzes von Menschenrechtsverteidiger:innen vorsieht, die von länderübergreifender Unterdrückung durch Drittstaaten betroffen sind. Gefordert werden unter anderem eine gemeinsame EU-Vorgehensweise mit klaren Rechtsgrundlagen in den Mitgliedstaaten, Schulungen für Behörden, eine bessere Datenerhebung, erleichterte Visa- und Aufenthaltsverfahren sowie eine stärkere Koordinierung auf EU-Ebene. Außerdem sollen strengere Vorschriften für z.B. die Spähsoftware-Industrie und Social-Media-Plattformen erlassen werden, die eine länderübergreifende Unterdrückung ermöglichen. Die Ausfuhr von Spähsoftware in autoritäre Regime soll dadurch zukünftig unterbunden werden. Achtung: Die rechts dargestellten Abstimmungsergebnisse spiegeln nur das Abstimmungsverhalten der 96 deutschen EU-Abgeordneten wider und nicht das aller 720 EU-Abgeordneten. Die Maßnahmen wurden insgesamt mit 512 Ja-Stimmen zu 76 Nein-Stimmen bei 52 Enthaltungen angenommen . Von den deutschen EU-Abgeordneten stimmten 65 dafür und 17 dagegen. Es gab eine Enthaltung von Friedrich Pürner .
Abstimmungsergebnis
Nach Fraktion
| Fraktion | Ja | Nein | Enth. | Abw. | Verteilung |
|---|---|---|---|---|---|
| ESN | 0 | 13 | 0 | 2 | |
| EVP | 28 | 0 | 0 | 3 | |
| fraktionslos | 1 | 4 | 1 | 3 | |
| Grüne/EFA | 13 | 0 | 0 | 2 | |
| Renew | 6 | 0 | 0 | 2 | |
| S&D | 13 | 0 | 0 | 1 | |
| The Left | 4 | 0 | 0 | 0 |